Amanda Palmer ohne Plattenvertrag?

Neue Fakten zum Streit zwischen Amanda Palmer und Roadrunner Records


Amanda PalmerWährend die Bostoner Musikern und Sängerin der Dresden Dolls, Amanda Palmer, noch auf großer Solo-Tour durch die USA ist, bahnt sich ein Zerwürfnis mit ihrem derzeitigen Plattenlabel Roadrunner Records an.

Waren zuletzt Querelen um das Musikvideo zum Song "Leeds United" zwischen der Künstlerin und ihrem Label bekannt geworden (Link), treten jetzt weitere Einzelheiten zum Ausmaß des Streits hervor. Dieser scheint sich schon bei den Arbeiten zum kürzlich erschienen Soloalbum "Who killed Amanda Palmer" entzündet zu haben. So gab es vor allem Meinungsverschiedenheiten bei der Frage nach der künstlerischen bzw. kommerziellen Ausrichtung des Albums. Die Musikerin beschreibt ein Treffen zwischen ihr und einem der Top-Manager von Roadrunner so: "He said he thought it was a shame that someone as smart and talented as me could not make a commercial record that they could sell. And he thinks that someday I´ll see the light and write some better songs. I told him I made exactly the record I wanted to make."

Amanda Palmer arbeitet seit 2003 mit dem amerikanischen Rock und Metal-Label zusammen, das auch Musikgrößen wie Nickelback, Slipknot oder Cradle Of Filth unter Vertrag hat. Die Sängerin der Dresden Dolls ist damit zwar grundsätzlich noch an Roadrunner gebunden. Aber mit der Veröffentlichung von "Who killed Amanda Palmer" ist der Kontrakt jetzt soweit erfüllt, dass es dem Label frei steht Amanda aus dem Vertrag zu entlassen. Aufgrund der offensichtlichen Unstimmigkeiten Roadrunner Recordszwischen beiden Parteien scheint es dabei eher unwahrscheinlich, dass Roadrunner die Musikerin halten wird. Eine erste Anfrage Amanda Palmers auf Auflösung des Vertrags wurde zwar abgelehnt. Eine endgültige Entscheidung will das Label, dass zur Warner Music Group gehört, aber erst im Juni 2009 treffen.

Die Songschreiberin, Sängerin und Pianistin würde dem Plattenlabel wohl lieber heute als morgen den Rücken kehren: "I feel sorry for them. They are trying to sell pieces of plastic in a digital world. But they´re barking up the wrong tree if they think they can Katy Perry or Avril Lavigne me into the Walmarts of the world. [...] I never wanted to sell millions of records as my primary goal, nor did I want to be a pop star. [...] So I think the relationship is rather doomed, from a creative standpoint."

Weitere Infos:

Amanda Palmers Hompage
Who Killed Amanda Palmer-Hompage

2008-10-07: Aiko

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