Black Tape For A Blue Girl - Halo Star
(Projekt / Audioglobe)

Black Tape For A Blue Girl sind Gruftis der älteren Generation schon seit weit über einem Jahrzehnt ein Begriff. Heute, im allgemeinen Elektrorausch in dem Lieder vermehrt nur noch an der immer höheren Beatzahl gemessen werden, ist ihre meditative, verträumte Art der Musik wieder in Vergessenheit geraten. Nichtsdestotrotz ist die amerikanische Band um Mastermind Sam Rosenthal noch immer aktiv und hat zuletzt 2004 mit dem Album "Halo Star" auf sich aufmerksam gemacht.
"Halo Star" besticht durch seine mystischen-melancholischen, ja man möchte sagen transzendentalen Kompositionen. Erscheinen sie auf den ersten Blick fast federleicht, getragen von Flöte, Glockenspiel und einem zurückhaltenden Gebrauch von Akustikgitarre und Piano, dazu Bret Helms ruhig-samtiger Tenor und Elysabeth Grants vielseitiger, glockenklarer Sopran, sind sie in ihrer Wirkung und Themenwahl bleischwer und entführend, mit einer Getragenheit, die Bands der jungen Generation in aller Regel fehlt. Bei Black Tape For A Blue Girls Mischung aus Dark Wave, Ambient und Eternal steht noch das Hören im Vordergrund, nicht die Tanzbarkeit und der Partygedanke. Ein einzelnes Stück als Anspieltipp aus dem Gesamtwerk herauszureißen erscheint müßig; wer nun aber neugierig geworden ist, dem seien "The Gravedigger" und "Knock Three Times" ans Herz gelegt. Diese beiden unterstreichen sehr eindrucksvoll die Stimmung, die musikalisch und textlich auf "Halo Star" herrscht.
Während ich mich nun wieder mit einem Glas Rotwein auf die Couch im nur mit Kerzenlicht erhellten Zimmer zurückziehe, bekommt Black Tape For A Blue Girls "Halo Star" von mir

8 von 10 Punkten.

Aiko

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